Presse: Erftstädter Lesefest 2024

Mehr Vortragszeit — Auch die unbekannten Autorinnen weckten Interesse und machten Lust auf mehr

Geballte Ladung Kultur beim zweiten Erftstädter Lesefest

Kölner Stadt-Anzeiger vom 9. Juli 2024 – VON ULLA JÜRGENSONN

Erftstadt-Lechenich – Drei Bühnen, zwölf Lesungen, 25 Autoren. Es war schon eine geballte Ladung Literatur, die das Publikum erwartete beim zweiten Erftstädter Lesefest. Das Konzept der Veranstalter — Szene 93 und die Schreibgruppe „Die Kraniche“ – ging auf: Zeitweise herrschte regelrecht Gedränge im Foyer des Pfarrzentrums St. Kilian, bei einigen der Lesungen blieb kein Stuhl frei.

Das Lesefest bot nicht nur bekannten Autoren eine Bühne, sondern auch solchen, die noch nichts oder noch nicht viel veröffentlicht haben. Die traten jeweils vor den „Stars“ auf und wurden vom Publikum mit wohlwollendem Beifall belohnt.

Die Bühne im Innenhof des Pfarrzentrums konnte nur für kurze Zeit genutzt werden. Kai Meyer, Bestsellerautor und Erftstädter, las dort aus seinem Roman „Die Bibliothek im Nebel“. Und unterhielt das Publikum mit der vergnüglichen Erzählung, wie er Leipzig, wo das Buch spielt, kennengelernt hat: Als Volontär beim Mitteldeutschen Express sei er dem morbiden Charme erlegen. Heiter sei Leipzig eine der schönsten wenn nicht gar die schönste Stadt Deutschlands.

Als Wind und Regen kamen

So plauderte er auch noch, als die ersten Böen am Pavillon rüttelten und vier Mann vom Veranstalterteam herbeieilten, um das Dach am Abheben zu hindern. Erst dicke Regentropfen trieben Autor und Publikum ins Gebäude. Wobei die Zuschauer Umsicht beweisen und gleich die Stühle mit rein nahmen. Jetzt musste flugs umorganisiert werden, Lautsprecher und Mikrofon wanderten in einen Raum im ersten Stock.

Den Autoren wurde in diesem Jahr mehr Zeit eingeräumt als bei der ersten Auflage des Lesefestes. Denn es will ja auch die Möglichkeit eröffnen, zwanglos miteinander ins Gespräch zu kommen mit dem, der das Lieblingsbuch geschrieben hat oder auch mit Vertretern eines Genres, dem man bisher nicht viel abgewinnen konnte.

Ein Lokalmatador wie Kai Meyer ist auch der Hürther Carsten Henn. Sein Roman „Der Buchspazierer“ war lange in der Spiegel-Bestsellerliste vertreten, die Verfilmung läuft demnächst in den Kinos an. Auf den Buchspazierer folgten „Der Geschichtenbäcker“ und zuletzt „Die Butterbrotbriefe“. Kein Wunder, dass seine Lesung für volles Haus sorgte. Aber auch die unbekannten Autorinnen weckten Interesse und machten Lust auf mehr, von manch einer hätte man gern eine zweite oder auch dritte Geschichte gehört. Wer auf den Literatur-Geschmack gekommen war, konnte auf einer kleinen Messe in den Vorräumen gleich ein Buch – oder mehrere – kaufen. Oder auch einfach nur darüber staunen, wie aufwendig gerade Bände aus der Fantasy-Sparte gestaltet sind.

Etwa 130 Besucher dabei

Die Veranstalter sind zufrieden: Es seien wie beim ersten Lesefest vor zwei Jahren ungefähr 130 Gäste dagewesen. Philipp Wasmund von Szene 93: „Auffällig war, dass viele bis zum Ende geblieben sind.“ Und dass weniger nur für einen Autoren gekommen seien, sondern den Nachmittag wirklich als Festival genossen hätten. Nach dem Erfolg stehen die Chancen gut, dass in zwei Jahren dann das dritte Erftstädter Lesefest geben wird.

Fotos: Carina Breuer von „Die Kraniche“ trug eine kurze Erzählung vor.
Bestsellerautor Kai Meyer las aus seinem Roman.


Erftstädter Lesefest am Samstag, 6. Juli

3, 6, 25 – die Erfolgsformel

Erftstadt Anzeiger vom 21. Juni 2024 – Von Volker Düster

Erftstadt (vd). 3, 6, 25, so lautet die Erfolgsformel des Erftstädter Lesefestes, das am Samstag, 6. Juli, sowohl Bestseller-Autoren als auch spannende Neuentdeckungen zu bieten hat. Ob Belletristik, Fantasy, Romantik oder Horror, von Spannung bis Humor, es ist alles vertreten.

Vor zwei Jahren hatten sich die Autoren der Gruppe „Die Kraniche“ und des Vereins Szene 93 zur Vorbereitung eines großen Lese-Festival zusammengetan. Ihr Ziel: Die Vielfalt der deutschen Buchszene nach Erftstadt holen. Der Erfolg der ersten Auflage bestärkte die Gruppe und motivierte, ein weiteres Lesefest zu organisieren – erneut im Pfarrzentrum St. Kilian. Und so dürfen sich Erftstädter und „auswärtige“ Leseratten auf 3 Bühnen, 6 Stunden Programm und 25 Autorinnen und Autoren freuen. Der besondere Clou: Jede und Jeder kann je nach Geschmack das eigene Programm zusammenstellen – dank des so genannten „Lesepass“. Dies ist die Eintrittskarte für das gesamte Festival.

Drei Lesungen parallel

Über den Tag verteilt finden parallel jeweils drei Lesungen statt – in verschiedenen Genres. Zu Gast sein wird in Lechenich unter anderem Carsten Henn. „Sein Roman ‚Der Buchspazierer‘ wurde gerade mit Christoph Maria Herbst verfilmt und kommt bald ins Kino. Er stand über zwei Jahre auf der Spiegel-Bestsellerliste“, so die Organisatoren. Weitere berühmte Bestsellerautoren sind Tom Orgel, der seinen Thriller „Der Skandal“ im Gepäck hat, oder Kai Meyer, einer der erfolgreichsten Autoren Deutschlands. Spannend, ergreifend oder berührend sind aber auch die Werke von M.W. Ludwig, Markus Heitz, Christian von Aster, Thomas Finn oder Kent Nielsen.

Aber natürlich begeistern nicht nur Männer, das Lesefest hat auch erstklassige Autorinnen zu bieten: zum Beispiel Fabienne Siegmund mit ihren märchenhaften, mitunter poetischen Geschichten in phantastischen Welten. Oder Senkrechtstarterin Jennifer Wiley in der Welt der sogenannten New-Adult-Romane, also Büchern über junge Leute, die ins Leben starten. Derweil bringt Lilly Bernstein mit ihrer Geschichte von zwei Frauen in der malerischen Eifel „Lokalkolorit“ ins Festival. Als der 2. Weltkrieg einsetzt, geht es für die beiden Frauen um alles. Darüber hinaus wissen viele weitere Autoren mit abwechslungsreichen Kurzgeschichten zu überzeugen.

Wer sich frühzeitig seinen „Lesepass“ für das Event sichern möchte, kann sich seinen Eintritt zum Lesefest im Vorverkauf im Erftstädter Buchhandel sichern. Nähere Infos zum Festival und allen Autoren unter lesefest-erftstadt.de


Erftstadt Magazin – Mai 2024

2. Erftstädter Lesefest

Ein Tag der Geschichten

Nach zwei Jahren kehrt das Erftstädter Lesefest im Pfarrzentrum St. Kilian zurück. 25 Autoren lesen auf drei Bühnen. So können sich die Besucher ihr eigenes Programm zusammenstellen und erleben Bestsellerautoren und spannende Neuentdeckungen.

Rund 70.000 neue Bücher erscheinen in jedem Jahr, rund zweieinhalb Millionen Titel aktuell sind lieferbar. Die Lust am Schreiben ist ungebrochen und die Auswahl für die Leser quasi unübersichtlich groß. „Das Erftstädter Lesefest bietet die Chance den Blick über den literarischen Tellerrand zu werfen“, erklärt Florian Winters, einer der Organisatoren. „Man kann sich einen Tag lang das Programm nach eigenem Geschmack zusammenstellen“, ergänzt Mitstreiterin Fabienne Siegmund. „Vielleicht verbringt man den Tag mit seinem Lieblingsgenre, vielleicht entdeckt man überraschend etwas ganz Neues.“ 25 Autoren hat das Team, zudem auch Jörg Neuburg und Alina Renz gehören, eingeladen. „Die Autoren haben sich sehr gefreut bei unseren Anfragen und oft sofort zugesagt“, berichtet Fabienne Siegmund begeistert. Darunter sind einige Bestsellerautoren. So wie Tom Orgel, der aus seinem Thriller „Der Skandal“ liest, der von einem skrupellosen Hersteller von Laborfleisch handelt. Carsten Henn war zwei Jahre am Stück in den Bestsellerlisten mit „Der Buchspazierer“ und hat nun einen neuen, ebenfalls erfolgreichen Roman geschrieben: „Die Butterbrotbriefe“. Es ist eine authentische Liebesgeschichte, die von zwei Menschen handelt, die es nicht leicht im Leben haben. Vielfalt ist den vier Bücherfans sehr wichtig. Dass ihr Rezept aufgeht, zeigte sich schon auf dem ersten Lesefest. „Tatsächlich gefällt mir der bunte Mix der Zuhörer besonders“, erzählt Jörg Neuburg. Für die Neuauflage wurde die Autorin Jennifer Wiley eingeladen, die viele junge Frauen besonders begeistert. Ihre Geschichten handeln in einer sogenannten „Dark-Academia“-Welt. Es steht für typisch englische Herrenhäuser und Schlösser, man kennt sie auch aus den Harry-Potter-Filmen. In diesem romantischen Setting suchen die Protagonistinnen einen Platz im Leben.

Spannung und Romantik

Markus Heitz hat über fünf Millionen Bücher verkauft. Er ist im Bereich „Phantastik“ anzusiedeln und ist preisgekrönt. Romanautor Thomas Finn ist dagegen ein Experte für Spionageromane und Kent Nielsen erzählt in seinem Buch aus seinem eigenen Leben. Er war in den 80er Jahren in der dänischen Punkszene unterwegs. Sehr authentisch, mal humorvoll und mal ernst sind diese spannenden Einblicke. Realistisch, wenn auch erdacht, ist das Buch „Sturmmädchen“ von Lilly Bernstein. Das Leben dreier Freundinnen, die in der Eifel leben, verändert der 2. Weltkrieg völlig. Können sie in einer verbrecherischen Welt zueinanderhalten? M.W. Ludwig wurde ebenfalls eingeladen und sorgt dagegen für augenzwinkernde Unterhaltung. Seine Romane spielen im viktorianischen England und erinnern an Jules Verne. „Ich bin auf Christian von Aster gespannt“, sagt Organisator Jörg Neuburg. Der Autor ist nicht nur als Romanautor erfolgreich, sondern hat für alle großen Fernsehsender Filmdrehbücher geschrieben. Er gilt mit seiner humorvollen Art als einer der besten Vorleser in der Branche. Ein „Hingucker“ ist auch Lennox Lethe, denn er tritt mit Totenkopfmaske auf und macht um seine wahre Identität ein Geheimnis. Sein Romane sollen Zuhörer auf spannende und witzige Weise gruseln. „Die Vielfalt unserer Autoren ist das Besondere. Jeder dürfte irgendwie angesprochen sein“, sagt Alina Renz lächelnd. Monatelang hat sie mit ihren Mitstreitern das Lesefest vorbereitet. Neben den zahlreichen bekannten Autoren wurden auch Newcomer verpflichtet, die mit Kurzgeschichten die Lesungen eröffnen. „Schon beim ersten Lesefest vor zwei Jahren waren die lokalen Autoren sehr beliebt“, so Renz. Karten für das Fest, das am 6. Juli von 14 bis 20 Uhr geht, gibt es ab sofort im Erftstädter Buchhandel. Mehr Infos unter www.lesefest-erftstadt.de


Erftstädter Veranstaltung geht in die zweite Auflage

Lesefest mit 25 Buchautoren

2022 fand das Lesefest zum ersten Mal statt und war ein Erfolg.

Kölner Stadt-Anzeiger vom 2. Juli 2024 – Von Oliver Tripp

Erftstadt-Lechenich – Das Erftstädter Lesefest geht in die zweite Runde. Die Organisatoren „Szene 93“ und „Die Kraniche“ laden für Samstag, 6. Juli ab 14 Uhr zum Literaturfestival mit 25 Autoren auf drei Bühnen im Lechenicher Pfarrzentrum St. Kilian ein. Sechs Stunden Programm mit Bestsellerautoren und spannenden Neuentdeckungen gibt es für die Gäste. Die Spannbreite der Autorenlesungen reicht von Belletristik, Spannung, Fantasy, Romantik, Horror und Humor.

Nachdem die Autoren Gruppen „Die Kraniche“ und von Szene 93 bereits vor zwei Jahren ihr erstes Festival vorlegten, können mit den Eintrittskarten, dem „Lesepass“ die Zuschauer wieder ganz nach eigenem Geschmack ihr eigenes Programm zusammenstellen. Drei Lesungen werden immer gleichzeitig stattfinden, um genügend Auswahl unterschiedlicher Genres zu bieten.

Mit dabei ist Carsten Henn, dessen Roman „Der Buchspazierer“ kürzlich erst mit Christoph Maria Herbst verfilmt wurde. M.W. Ludwig schreibt Bücher im Stile von Sir Arthur Conan Doyle und Jules Verne. Markus Heitz“ wird Vampire jagen, aber auch politische Themen ins Fantastische verdrehen.

Christian von Aster gilt als Vorleser der Branche, hat als Multitalent für namhafte Sender Drehbücher geschrieben und zahllose Bücher in nahezu allen Genres. Außerdem werden Fabienne Siegmund märchenhafte und poetische Geschichten in fantastischen Welten vorlesen.

Kent Nielsens liefert in seiner Autobiografie „Wie aus mir kein Tänzer wurde“ ungeschönte Einblicke in die aufblühende dänische Punk- und Hardcore-Szene der Achtziger Jahre. New-Adult-Autorin Jennifer Wiley schreibt Bücher über junge Leute, die ins Leben starten. Mit dabei sind Thomas Finn, Lilly Bernstein, Bestsellerautor Tom Orgel mit seinem Bio-Thriller „Der Skandal“, Kai Meyer, und Lennox Lethe mit Horrorgeschichten. Weitere Autoren lesen Kurzgeschichten.

Karten für das Lesefest gibt es im Vorverkauf im Erftstädter Buchhandel. Infos zu allen Autoren gibt im Internet. (otr)

www.lesefest-erftstadt.de

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